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Der tanzende Brunnen - cattolica
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Rathaus – Der Bau des Rathauses und die städtische Planung des gesamten umliegenden Gebiets zählen zu den bedeutendsten öffentlichen Arbeiten, die in Cattolica zwischen 1910 und 1930 ausgeführt wurden.
Der bemerkenswerte Komplex der Neorenaissance, der im Jahr 1914 eingeweiht wurde, war einst mit zahlreichen schmückenden Elementen und Mosaiken versehen, die heute nicht mehr erhalten sind. Der Mittelteil war Sitz der Stadtverwaltung und die beiden Flügel wurden als staatliche Schule (für Jungen und Mädchen) genutzt. Im umliegenden Bereich wurde der erste größere öffentliche Garten der Stadt errichtet, der aufgrund einer fortschreitenden Verwahrlosung komplett erneuert und verschönert werden musste: Die Grünanlagen wurde grunderneuert und mit einem großen Springbrunnen versehen, der die beeindruckende Architektur des Rathauses hervorhebt und ihm neuen Glanz verleiht.
    
Galerie Santa Croce – In dem Viertel zwischen Via Pascoli und Via Cattaneo kann man entlang der ehemaligen Via Flaminia einige der bedeutendsten Zeugnisse der Vergangenheit der Stadt entdecken, wie zum Beispiel die Galerie S. Croce. Die einstige Kirche San Croce wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut und erhielt im 17. Jahrhundert aufgrund des daneben liegenden „Pilgerhospizes“, das in der Via Flaminia als Herberge für nach Rom Pilgernde errichtet wurde, den Beinamen „Chiesa dell’Ospedale“ (heute Museo della Regina). Heute befindet sich in dem Gebäude die Stadtgalerie.

Kirche Sant'Apollinare – Die Kirche Sant’Apollinare stammt höchstwahrscheinlich bereits aus dem 13. Jahrhundert, auch wenn ihre erste offizielle Erwähnung auf das Jahr 1313 datiert ist. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1782. Im Inneren der Kirche befinden sich einige Werke von großer Bedeutung, wie beispielsweise eine Kreuzigung aus dem 16. Jahrhundert, die der Schule der Laurentiner zugeschrieben wird, sowie ein Altarbild von Basearini, das zwei Heilige darstellt: Sebastiano und Rocco, vor dem Hintergrund Cattolicas sowie zwei kleinere Gemälde, die Sant’ Andrea, den Schutzpatron der Fischer, und die Madonna, die Königin des Meeres, zwischen den Heiligen Vitale und Apollinaris zeigen.
 

Malatesta-Burg – Die Malatesta-Burg, die im Jahr 1491 errichtet wurde um “die Sachen der Einwohner in Zeiten der Türkeninvasion zu schützen“, diente zur Kontrolle des illegalen Seehandels sowie als Verteidigungswall gegen Piratenangriffe, denn aufgrund ihrer Lage konnte man weite Teile der Via Flaminia sowie der Adriaküste überschauen. Im 16. und 17. Jahrhundert war sie Sitz des Heerführers von Cattolica, der die Verteidigung der Stadt leitete. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Burg mehrere Restaurierungen erfahren: Im Jahr 1564 wurde sie auf Veranlassung der Herzogin von Urbino, Vittoria Farnese, aus Prestigegründen restauriert – sie wollte dadurch der Adelsfamilie der Farnese zu neuem Glanz verhelfen. Zwanzig Jahre später wurde sie erneut restauriert und verstärkt, um den Angriffen der türkischen Piraten Stand zu halten, die zu dieser Zeit erbitterte Feinde der Küstenstadt waren. 1584 wurde sie mit einem Glockenturm versehen und im Jahr 1601 erhielt sie eine „mechanische Uhr“ – ein Versuch, die strenge Form etwas aufzulockern. 1756 wurde der Turm aufgrund von Blitzschäden komplett neu gebaut und befindet sich heute in Privatbesitz.

Kirche S. Pio V – Die Kirche, deren Bau im Jahr 1870 abgeschlossen war, wurde auf Veranlassung von Papst Pius IX errichtet und enthält ein Gemälde von Papst Pius V, dem Patron der Stadt. Die Restaurierungen, die im Laufe der Jahre vorgenommen wurden, sind zahlreich. Im Jahr 1951 wurde die Kirche mit einem Glockenturm versehen. Erwähnenswert ist ebenso ein Gemälde, das zwischen 1850 und 1860 entstand und den Papst bei der Andacht darstellt.

Mercato Coperto - Der Mercato Coperto (Markthalle), dessen Bau für das Jahr 1920 geplant war, wurde 1926 unter der Anwesenheit von Italo Balbo eingeweiht. Cattolica ist die erste Stadt in der Provinz Rimini mit einem derartigen Bauwerk. Der Bau, der verschiedenen Restaurierungs- und Verschönerungsarbeiten unterzogen wurde, beherbergt heute exquisite Geschäfte mit Lebensmitteln sowie Obst- und Gemüseprodukten und eine Fischhalle. Das große Gebäude erhebt sich über einer breiten Treppe auf der Piazza Mercato, wo im Sommer Open-Air-Veranstaltungen und -Aufführungen stattfinden. Die Außenwände des Gebäudes sind mit wunderschönem, farbenfreudigem Stuckwerk verziert, das nach den Regeln der Kunst restauriert wurde: die originalen Schilder in Gips sind erhalten und mit dem Wappen der „Regina dell’Adriatico” und einem mächtigen Triton am Eingang der Fischhalle verziert worden.

Palazzo del Turismo - Im Jahr 1934 beschloss die Stadtverwaltung aufgrund der Notwendigkeit eines neuen, funktionelleren Standorts für das Post- und Telegraphenamt, das sich in den Räumlichkeiten im oberen Stockwerk des Rathauses befand, den Bau eines neuen Postamts. Der Ingenieur Eligio Degli Angeli, der Beauftragte des städtischen Bauamts und des Fremdenverkehrsamts wurde mit der Planung des Bauprojekts beauftragt. Die Ausführung des Projekts geschah unter der Leitung und auf Kosten des Fremdenverkehrsamts, das sich verpflichtete, das Gebäude im Namen und im Auftrag des Staates gemäß dem Plan vom 12.01.1938 zu errichten. Das Gebäude wurde am Nachmittag des 21. April 1940 unter der Anwesenheit des Großoffiziers Dr. Vittorio Marini in Vertretung des Kommunikationsministeriums, Abteilung Staatliche Italienische Eisenbahnen, eingeweiht. Dank des neuen Bestimmungsorts kam es zu einer wesentlichen Veränderung: von der schnellen und unpersönlichen Nutzung des Postamts, deren Ziel es war, die Abwicklung der einzelnen Geschäfte weitestgehend zusammenzufassen, sollte nun eine neue Form des Kundendienstes eingerichtet werden, der sich stärker an den persönlichen Wünschen der Kunden orientiert.
Heute ist das Gebäude der neue Sitz des Palazzo del Turismo. Dabei wurde das ursprüngliche Bauwerk erhalten und restauriert und seine zweckmäßigen, volumetrischen und architektonischen Eigenschaften sind beibehalten bzw. erneuert sowie die wesentlichen typischen Wesensmerkmale der modernistisch-rationalistischen Architektur der Epoche unverändert gelassen worden.
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